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Calvi

Nähert man sich von Norden der viertgrößten Stadt Korsikas ( Calvi hat ca 4600 Einwohner), so kann man schon aus vielen Kilometern Entfernung die Zitadelle, das Wahrzeichen von Calvi, erblicken. Sie liegt auf einem Felsvorsprung und und hat in ihrer langen Geschichten mit ihren mächtigen Bastionen zahlreichen Angriffen getrotzt. Innerhalb ihrer Mauern befindet sich die Altstadt von Calvi, die sogenannte Oberstadt. Neben der Anlage selbst, lohnt der faszinierede Blick auf den Golf von Calvi und bei guter Sicht auf das Monte Cinto-Massiv. Ein Teil der Zitadelle ist für die Öffentlichkeit allerdings unzugänglich, da sich eine Kaserne mit einer Fallschirmjägereinheit der Fremdenlegion darin befindet.

Die Geschichte von Calvi

Die Ursprünge Calvis gehen bis in die Römerzeit zurück. Diese errichteten im Bereich der heutigen Unterstadt eine Siedlung mit dem Namen Sinus Casalus. Im 12.-15. Jahrhundert erhielt die Zitadelle durch die Genueser ihr heutiges Erscheinungsbild. Anders als in anderen Teilen Korsikas war Genua kurioserweise für die Einwohner von Calvi nicht "Besatzungsmacht" sondern "Schutzmacht". Die Einwohner von Calvi waren es nämlich überdrüssig, laufend unter den blutigen Fehden korsischer Adelshäuser leiden zu müssen und luden die Genueser kurzerhand ein. Während der korsischen Freiheitskämpfe im 18. Jahrhundert hielt Calvi weiterhin Genua die Treue: ein Vorgang, der noch heute manchen Korsen den Kopf schütteln lässt.

Unterstadt und Hafen

Calvi ist im Norwesten von Korsika der größte Fährhafen. Wesentlich bekannter ist Calvi allerdings bei den Besitzern von Hochseesegel- und Motoryachten. Denn der Yachthafen von Calvi ist der beliebteste auf ganz Korsika. Hier läßt sich mit ein wenig Glück ein Blick auf die Schiffe der "Schönen und Reichen" Europas werfen. An den Hafen schließen sich die Uferpromenade und die engen Gassen und schönen Häuser der Unterstadt an. Sie laden zum Flanieren ein - sofern man sich nicht an Gedränge und zahllosen Souvenierläden stört - oder man sucht sich eine Bank am Hafen oder nimmt in einer der zahllosen Bars oder Restaurants Platz und beobachtet das Treiben. Unterhalb der Zitadelle stößt man auf den Place Christophe-Colombe mit einem Denkmal des angeblichen Sohnes der Stadt.