Cap Corse
Das Cap Corse liegt im äußersten Norden von Korsika und ragt wie ein Finger ins Meer. Es ist 40 km lang, 15 km breit und erreicht mit dem Monte Stello eine stolze Höhe von 1307 m. An den Berghängen finden sich nur wenige kleine Dörfer. Dies gilt insbesondere für die Westküste, wo der Gebirgskamm steil aus dem Meer aufragt. Am Meer selbst gab es über Jahrhunderte hinweg nur sogenannte "Marinas": kleine meist mit Lagerhäusern versehene Häfen. Denn das Wohnen an der Küste war durch ständige Eroberungen und Piratenüberfälle zu gefährlich. Erst im Zuge des zunehmenden Tourismus entwickelten sich auch an der Küste die Dörfer.
Heute dienen die ehemaligen Marinas vor allem als Yachthäfen. Zusammen mit stetig wehenden Wind haben sie dazu geführt, dass sich das Cap Corse zu einem Paradies für Segler entwickelt hat.
Sehenswerte Orte am Cap Corse sind insbesondere Nonza, Erbalunga, Centuri, Pino und Sisco. Für eine Besichtigung des Cap Corse bietet sich eine Rundfahrt auf der ca. 130 km langen Küstenstraße an. Da diese größtenteils sehr schmal und kurvenreich ist sollte hierfür mindestens ein Tag veranschlagt werden. Ängstlichen Autofahrern ist zudem zu empfehlen, die Strecke gegen den Uhrzeigersinn zu fahren, da man dann nicht auf der steil ins Meer abfallenden Seite fahren muss.

